10 Tipps für Social Media Bilder

Welche Bilder wirken am Besten im Recruiting in den Sozialen Netzwerken? Was ist dabei zu beachten? Mit diesen Tipps liegen Sie richtig.

Bilder wecken viel mehr Emotionen als dies jeder Text vermag. Deshalb ist der visuelle Auftritt auf Social Media essenziell, egal, ob Sie auf Instagram, Pinterest oder Facebook aktiv sind und ob Sie den Auftritt für Ihr Employer Branding oder gezielt für eine Recruiting-Kampagne nutzen. Das bedeutet nicht, dass der Text keine Sorgfalt verdient. Vielmehr zählt der Gesamteindruck, mit dem die Aufmerksamkeit der Zielgruppe gewonnen wird. Weil aber ein Bild auf einen Blick erfasst wird, ist es das erste und ausschlaggebende Element, um aus der Masse herauszustechen und Emotionen zu wecken.

Welche Bilder erzielen Wirkung?

Damit mit einem Bild die gewünschte Wirkung erzeugt wird, ist es wichtig zu wissen, welche Bilder welche Emotionen hervorrufen. Eine Landschaft bei Sonnenuntergang oder ein verliebtes Pärchen wecken romantische Gefühle, eine Gruppe beim Feiern rufen das Bedürfnis nach Geselligkeit hervor und ein Mensch allein in der Natur kann für Ruhe und Erholung stehen.

1. Bildsprache berücksichtigen

Einen Einfluss hat auch Alter, Ausstrahlung und Gesichtsausdruck der dargestellten Personen. Schaut auf dem Bild ein Mensch ernst in einen Computerbildschirm, so eignet sich dies eher für einen Post, der eine Stelle mit wenig Teamarbeit ausschreibt. Sitzen mehrere Personen diskutierend an einem Tisch, ist ein Teamplayer gesucht und beugen sich mehrere Menschen über ein industrielles Bauteil, so ist der ausgeschriebene Job wohl in der Produktion angesiedelt. Überlegen Sie zuerst, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und wählen Sie dann das Bildsujet.

2. Eigene Bilder verwenden

Natürlich können Bilder von Bild-Datenbanken verwendet werden wie beispielsweise iStock-Fotos. Diese Bilder sind teils kostenlos, teils kosten sie einen kleinen Betrag. Diese Bilder sind unbestritten von sehr guter Qualität. Ausserdem dürfen die Bilder auch aus juristischer Sicht verwendet werden. Bilder von anderen Webseiten herunterzuladen und zu verwenden, ist nicht ratsam, da die Rechte am Bild nicht bei Ihnen liegen. Mit eigenen Bildern gehören Ihnen die Bildrechte. Ausserdem gelangen Sie Sie zu einem individuelleren und vor allem auch authentischeren Auftritt und stechen damit eher aus der Masse heraus.

3. Der goldene Schnitt

Arbeiten Sie mit eigenen Fotos, so liegt es in Ihrer Hand, das Sujet optimal darzustellen. Ein Kompositionsansatz, den auch berühmten Werken der Kunstgeschichte zugrunde liegt, ist der goldene Schnitt. Dieser ist ein Teilungsverhältnis, das in der Natur häufig auftritt und das als besonders harmonisch wahrgenommen wird. Dabei wird eine Strecke im Verhältnis 3:5, 5:8, 8:13 oder 13:21 geteilt. Für eine optimale Bildkomposition positioniert man das Hauptsujet entlang der Linien, die das Bild in diesem Verhältnis teilen.

4. Helligkeit beachten

Licht ist ein wichtiges Element in der Bildkomposition. Das Auge fällt automatisch dahin, wo sich die hellste Stelle im Bild befindet. Wichtig ist aber, zu grelles Licht zu vermeiden, weil die dabei entstehenden Schatten die Bildkomposition stören können. Bei Aufnahmen im Freien empfiehlt es sich, diese bei bedecktem Himmel zu machen. Dabei entsteht ein weicheres Licht, das Personen meist vorteilhafter erscheinen lässt.

Rund 30 bis 50 Minuten nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang ist ein guter Zeitpunkt für Bilder. Es ist die sogenannte blaue Stunde, die tolle Bilder erzeugt.

5. Tiefenwirkung erzielen

Fotos, die Raum und Tiefe vermitteln, liegen dem natürlichen Sehen näher als flache Bilder. Einen natürlichen Tiefenschärfeneffekt erreichen Sie, indem die auf unscharfe Elemente im Vorder- oder Hintergrund achten. Tiefe erreichen Sie auch mit einer möglichst niedrigen Blendenzahl.

6. Kontraste erzeugen

Spannung in einem Bild lässt sich durch Kontraste aufbauen. Kontraste sind möglich in verschiedenen Motiven, Farben, Grössen der Objekte oder Helligkeit. Allerdings ist dies ein Element, das sparsam eingesetzt werden sollte, weil zu viel Kontrast auch störend wirken kann.

7. Bild und Text anpassen

In den sozialen Medien werden oft Bilder mit Text versehen oder ein Text mit einem Bild aufgelockert. In beiden Fällen sollten Bild und Text zueinander passen. Gerade wenn der Text auf dem Bild erscheint, ist dies unabdingbar. Und denken Sie daran, dass zu viel Beiwerk vom Wesentlichen ablenkt.

8. Farben nutzen

Die Farben spielen eine wichtige Rolle für die Wirkung von Bildern in den Sozialen Medien. Wählen Sie Farben, die zum Logo und Branding des Unternehmens sowie zu den Produkten passen. Helle und fröhliche Farben, beruhigende Farben oder Farben in Naturtönen wirken sehr gut. Sorgen Sie für wiederkehrende Farbtöne. Damit erzielen Sie einen Wiedererkennungseffekt.

9. Fotos bearbeiten

Um gute Social Media Bilder zu erhalten, ist es nicht notwendig, die Fotos stark zu bearbeiten. Ein kurzer Handgriff in die Photoshop-Trickkiste hat aber oft schon einen grossen Effekt. Wichtig ist, die Fotos im RAW Format zu speichern. Das erleichtert die Bearbeitung. Zur Bearbeitung eignen sich verschiedene kostenlose und kostengünstige Programme wie Adobe Lightroom, Canva oder Picmonkey. Am besten erfolgt die Bildbearbeitung wegen des grösseren Bildschirms am Computer. Unschärfen sind klarer erkennbar. Wichtig ist, die Fotos durch die Bearbeitung nicht zu verfälschen. Das kann irritieren. Orientieren Sie sich am Leitspruch ‘weniger ist mehr’.

10. Bildgrössen

Abhängig von der Plattform, auf der Ihr Bild gepostet werden soll, gelten andere Vorgaben für die Bildmasse. Während auf Instagram quadratische Fotos gut wirken, werden diese auf Pinterest klein dargestellt und gehen in der Masse der übrigen Bilder unter. Bei den angegebenen Massen für die verschiedenen Plattformen handelt es sich um empfohlene Bildgrössen, die überschritten werden können. Für ein optimales Ergebnis ist es aber ratsam, sich an die Vorgaben zu halten.

Zu guter Letzt

Individuell gewinnt vor herausgeputzt: Im Internet wimmelt es von perfekt gestylten Bildern. Da können ungewöhnliche, etwas schräge oder verrückte Bilder aus der Masse hervorstechen. Trauen Sie sich, zu experimentieren. Sie werden schnell erkennen, welche Bilder auf mehr Resonanz stossen.